Allgemein
mehr Infos mehr Infos

Auf dem Weg zur Volkskrankheit: 340 Millionen Menschen weltweit, 800.000 in Österreich, leiden

unter Depressionen. Laut WHO bleiben jedoch schätzungsweise drei Viertel der Menschen mit

depressiven Störungen ihr Leben lang ohne Behandlung.

Als Depression bezeichnet man eine über das normale hinausgehende seelische Niedergeschlagenheit, die man selber als krankhaft bzw. nicht mehr steuerbar empfindet. Wichtig ist es zu wissen, dass es verschiedene Arten und Ursachen für Depressionen gibt. welche sich teilweise auch in ihren Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden. Die Unterscheidungen von Depressionen haben in den letzten Jahren oft gewechselt. Hier die bekanntesten: Klinisch unterscheidet man verschiedene Depressionsformen: die gehemmte Depression (v.a. Zeichen von Gehemmtheit, Blockiertheit, Verlangsamung, Antriebsverlust) die agitierte Depression (v.a. hektische Betriebsamkeit, ängstliche Unruhe) die lavierte Depression (funktionelle Organbeschwerden stehen im Vordergrund und lenken den Verdacht zuerst auf eine körperliche Erkrankung. Häufig erfolgen zunächst eine Reihe von vergeblichen körperlichen Abklärungen, bis jemand auf die Diagnose "Depression" kommt) die psychotische Depression (hierbei finden sich psychotische Symptome wie wahnhafte Verarbeitung (Schuldwahn, Verarmungswahn, Versündigungswahn) oder Halluzinationen (z.B. Stimmenhören) die atypische Depression (vegetative Symptome wie Gewichtszunahme, Fresssucht oder auch eine vermehrte Kränkbarkeit stehen im Vordergrund Eine weitere Unterscheidung von Depressionsformen: psychogene (rein seelisch bedingte) Depressionen: reaktive Depression nach einem äußerlichen, schmerzlichen Ereignis; neurotische Depression im Rahmen einer neurotischen Entwicklung; einfache depressive Entwicklung z.B. Erschöpfungsdepression, Entwurzelungsdepression} endogene (biologisch begründbare) Depressionen: periodische Depression (mit immer wiederkehrenden depressiven Phasen); zyklische Depression, bei der sich depressive und manische Phasen abwechseln; Involutionsdepression im höheren Alter somatogene (körperlich begründbare) Depressionen: durch eine Vielzahl organischer Leiden, Schadstoffe und bestimmte Medikamente ausgelöst und unterhalten.
Geschichtliches und Definition
Logo Leben mit Depression und Angst
Häufig... Häufig "präsentieren" depressive Patienten körperliche Beschwerden, die depressive Verstimmung wird jedoch erst durch exaktes Nachfragen entdeckt. Häufig bleibt eine Depression unerkannt, da man sich die Probleme mit irgendwelchen Lebensumständen (z.B. Überarbeitung) erklärt. Häufig wird eine Depression gerade bei älteren Menschen oft verkannt, da man die Symptome als typisch für das Alter abtut.