Angehörige
Depressionen erkennen und verstehen
Logo Leben mit Depression und Angst
Was Ihrem Angehörigen hilft Hilfreich für den Betroffenen ist es, wenn Sie zunächst einmal Verständnis für seine Situation und seine Gefühle aufbringen. Wenn Sie ihn mit seiner Erkrankung ernst nehmen, ohne zu dramatisieren. Gleichzeitig sollten Sie versuchen, ihm zu vermitteln, dass Hilfe möglich ist und dass es ihm in Zukunft wieder besser gehen wird. Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihrem Angehörigen in seiner Entscheidung unterstützen, sich professionelle Hilfe zu suchen - genau so, wie Sie es bei anderen Erkrankungen auch tun würden. Vielleicht können Sie sich als Begleiter durch eine schwere Zeit sehen, Es hilft, wenn Sie den Betroffenen unterstützen: Beginnen Sie mit kleinen Aktivitäten, die Ihrem Angehörigen Freude bereiten, wie etwa ein Spaziergang oder gemeinsames Musikhören. Auch ein Gespräch kann guttun. In manchen Fällen kann es Ihren Angehörigen unterstützen, wenn Sie die Ausführung der Behandlung im Blick behalten, also etwa eine regelmäßige Einnahme der eventuell verschriebenen Medikamente oder den Besuch beim Psychotherapeuten - ohne ihm jedoch ein Gefühl von Kontrolle zu vermitteln. Manchmal wird Ihr Angehöriger Sie vielleicht zurückweisen. Doch das zielt nicht auf Sie als Person, sondern ist der Erkrankung geschuldet. Nicht immer ist der andere in der Lage, Ihre Vorschläge anzunehmen. Wenn Sie das respektieren ohne sich gekränkt zurückzuziehen, helfen Sie ihm sehr. Auf keinen Fall sollten Sie die Erkrankung herunterspielen., denn damit signalisieren Sie Ihrem Angehörigen, dass Sie ihn nicht akzeptieren, auch Sie es ganz anders meinen. © Copyright zum obigen Text: Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Bundesärztekammer (BÄK). Depression.  Depression – Ratgeber für Angehörige. 2013 [cited: 2016  Jul 19]. Available from: http://doi.org/10.6101/AZQ/000011. DOI: 10.6101/AZQ/000011 Dank an das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), Deutschland