Angsterkrankung

Jeder hat das Gefühl von Angst schon einmal erlebt. Doch Angst hat

viele Gesichter und kann krankhafte Ausmaße annehmen.

- im Körper Wir atmen schneller und tiefer, die Muskeln spannen sich an, Puls und Blutdruck erhöhen sich, Appetit und sexuelles Verlangen lassen nach. Wir verspüren den Drang, Darm und Blase zu entleeren. - im Verhalten Wir flüchten oder meiden Situationen. Oder wir verfallen in eine Art Totstellreaktion, erstarren für den Augenblick. - in Gedanken Die Gedanken kreisen um die Gefahr. Wir sind hochkonzentriert. Wir beschäftigen uns damit, wie wir in Zukunft diese Gefahr vermeiden können. Ist die Angst zu groß, ist jedoch unser Denken blockiert. Von der Natur aus ist es vorgesehen, dass die Angst nachlässt, sobald die Gefahr vorüber ist. Sobald wir unserem Körper Entwarnung geben, läuft die Veränderung in entgegen gesetzter Richtung. Die Muskeln entspannen sich, die Atmung verlangsamt sich usw. Diese automatische Anpassung an die Anforderungen aus der Umwelt funktioniert allerdings nur, solange die Anforderungen nicht allzu groß sind. Problematisch wird es, wenn außergewöhnliche Belastungen eintreten, länger anhalten oder wir unserem Körper permanent Alarmsignale geben, wo äußerlich keine Belastung vorliegt. Dann entsteht ein Missverhältnis zwischen Anspannung und Entspannung. Ab wann ist unsere Angst krankhaft? Angst ist krankhaft, - wenn sie unangemessen intensiv und zu häufig auftritt - wenn sie zu lange anhält - wenn sie belastet und starkes Leiden verursacht - wenn sie zur Vermeidung wichtiger Aktivitäten führt - wenn sie wesentliche Einschränkungen im Leben verursacht
Ängste verstehen und überwinden
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