Betroffene
Pharmakotherapeutische Behandlung: Antidepressiva: Antidepressiva sind eine Gruppe zum Teil vollkommen verschiedener Medikamente, die bei einer Depression helfen. Es gibt eine große Anzahl dieser Art von Medikamenten, die vor allem stimmungsaufhellend und antriebsnormalisierend wirken. Antidepressiva sollen das Ungleichgewicht der Überträgerstoffe im Gehirn ausgleichen.Folgende Gruppen von Antidepressiva werden unterschieden: Serotonin -Rückaufnahmehemmer (SRI) (z.B. Citalopram, Clomipramin, Fluoxetin, Fluvoxamin, ...); Noradrenalin – Rückaufnahmehemmer (NRI) (z.B. Desipramin (TRA), Lofepramin, Maprotilin (TEA), Mianserin (TEA), Nortriptylin (TRA), Reboxetin, Viloxazin); Kombinierte Serotonin und Noradrenalin Rückaufnahmehemmer (z.B. Doxepin (TRA), ...); Monoaminooxidasehemmer (MAO – Hemmer) z.B. Tranylcypromin, ...); andere Wirkstoffe. Benzodiazepine: Benzodiazepine sind Beruhigungsmittel und werden bei schweren Depressionen häufig zu Beginn der Akutphase der Behandlung bei starker Unruhe, Angst, Suizidgefahr oder Panikattacken eingesetzt. Die Behandlung sollte nicht zu lange dauern, da die Gefahr von Toleranzentwicklung und Abhängigkeit besteht. Neuroleptika: Neuroleptika wirken gegen psychotische Symptome wie Wahnvorstellungen. Sie werden deshalb vor allem zu Beginn der Akutphase der Behandlung so genannter wahnhafter Depressionen eingesetzt. ... und andere ... Bewegung als Therapie: Regelmäßige Bewegung stellt einen großen Wert für die menschliche Gesundheit dar. So ist sie auch gegen depressive Symptome wirksam, insbesondere als Ausdauersport, wie z.B. Laufen, Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen. Aber auch einfaches Spazierengehen kann schon wirksam sein. Eine sportliche Betätigung sollte aber nicht kurz vor dem Zu-Bett-Gehen erfolgen. Als weitere Möglichkeiten der Therapie bei Depressionen dürfen noch genannt werden: Ergotherapie, Musik- oder Tanztherapie, Maltherapie, Schlafentzugstherapie, Lichttherapie, Elektrokrampfbehandlung. Mögliche Ursachen für Depressionen: Die Ursachen für eine Depression sind so vielfältig, dass wir hier nur einen kleinen Umriss machen können. Körperliche Ursachen: Viele körperliche Erkrankungen können von Depressionen begleitet werden. Z.B.: Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Gehirns (Hypophyseninsuffizienz, Schlaganfall, Entzündungen des Gehirns), Herzinsuffizienz, Krebs etc. Auch Mangel an Vitamin B12 und Alkohol- oder Drogenmissbrauch können Depressionen zur Folge haben. Lebensereignisse: Auch schwerwiegende oder plötzliche, unvorhergesehene Ereignisse in unserem Leben können eine Depression auslösen. Dazu zählen ua. der Tod eines Partners, Verlust des Arbeitsplatzes, Wechsel des Arbeitsplatzes, Pensionierung ("Pensionsschock"). Aber auch lebensverändernde positive Ereignisse, wie die Geburt eines Kindes , ein lange ersehnter und endlich eingetretener beruflicher Erfolg, eine Heirat oder ein Lottogewinn können Auslöser für depressive Störungen sein.
Therapiemöglichkeiten bei Depressionen
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