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Leben mit Depression und Angst Selbsthilfegruppe
© 2018 - Leben mit Depression und Angst - Selbsthilfegruppe bei Depressionen und Angststörungen - Tamsweg/Salzburg/Österreich
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Therapiemöglichkeiten bei Depressionen:   Möglichkeiten der Therapie gegen die Depression gibt es mindestens so viele, wie Ursachen für die Krankheit. Welche Therapie bei wem wirksam ist kann Ihnen Ihr Arzt oder Psychotherapeut sagen bzw. muss durch kontrolliertes Ausprobieren festgestellt werden. Wir dürfen Ihnen hier wieder einen Auszug zur Verfügung stellen: Psychotherapeutische Behandlung: Die Wahl der geeigneten psychotherapeutischen Maßnahmen hängt dabei von der Art der Depression aber auch vom Schweregrad ab. Eine Beratung durch Ihren Hausarzt, einem Psychiater oder Psychotherapeuten ist auf jeden Fall ratsam. Verhaltenstherapie: Es geht hier nicht in erster Linie darum, in der Vergangenheit liegende Ursachen für eine Depression aufzudecken. Vielmehr wird versucht, ungünstige Verhaltensmuster und Denkgewohnheiten, deren sich die Patienten meist gar nicht bewusst sind, zu identifizieren. In der eigentlichen Behandlungsphase lernt der Patient dann unter Anleitung seines Psychotherapeuten, andere Verhaltensweisen zu entwickeln und einzuüben. Lesen Sie mehr darüber bei raus-ins-leben.de Kognitive Therapie: Die kognitive Verhaltenstherapie bietet hierbei nicht nur den Vorteil, medikationsspezifische Probleme psychotherapeutisch zu behandeln, sondern sie hat mit Hinblick auf eine Prävention den Vorzug, "den an einer bipolaren affektiven Störung erkrankten Patienten durch kognitive Umstrukturierung und Modifizierung seines Selbst-Schemas und Erarbeitung eines individuellen Selbst-Kontroll-Inventars zu befähigen, künftigen krankheitswertigen Stimmungsschwankungen im Sinne einer Rückfallprophylaxe mit hinreichender Sensibilität durch Selbst-Monitoring frühzeitig und adäquat begegnen zu können". Kognitive Therapie kann somit bei chronischen Erkrankungen eine Medikation mit allderen Nebenwirkungen deutlich reduzieren oder ersetzen und langfristig erneute Erkrankungen verhindern bzw. fortbestehende Erkrankungen und die dadurch verursachte Arbeitsunfähigkeit verringern. Dies gilt im übrigen noch mehr für leichte und mittlere depressive Störungen, bei denen die Anwendung kognitiver Therapie mindestens so wirksam, aber deutlich rückfallsicherer ist als der Einsatz einer antidepressiven Medikation, weil "die ausgezeichnete Wirksamkeit der kognitiven Therapie auch längerfristig gilt. Hypnotherapie: Im Unterschied zu selbst erzeugten (autosuggestiven) Änderungen der Bewusstseinslage, wie z.B. im Autogenen Training, ist die therapeutische Hypnose eine fremd erzeugte und fremd geleitete (durch die/den PsychotherapeutIn: heterosuggestiv), allerdings ohne den weithin angenommenen und in Shows durch kommerzielle, nichttherapeutische bzw. untherapeutische "Hypno- tiseure" vorgeführten scheinbaren "Willensverlust" des Hynotisierten. Die/der PsychotherapeutIn wendet verschiedene Techniken (Fixation eines Gegenstandes, Suggestionsformeln, Reizabschirmung etc.) mit dem Ziel an, heilende und verändernde Anteile im Unbewussten zu verankern. Die Tiefe der Trance hängt vom Grad der Suggestibilität ab. Entgegen weit verbreiteter Meinung ist Hypnose nicht mit tiefem Schlafzustand verbunden, sondern vielmehr eine andersartige, "paradoxe" Bewusstseinslage: abgesenkt, eingeengt, aber hoch konzentrativ und aufmerksam sowie bildhaftes Denken fördernd. Informationen über viele weitere Formen der Psychotherapie finden Sie im Internet. Beispielsweise dürfen wir Ihnen hier die Seite des Österreichischen Bundesverbandes für Psychotherapie (ÖBVP) nennen, von dem auch wir teilweise die oben stehenden Informationen bezogen haben. Pharmakotherapeutische Behandlung: Antidepressiva: Antidepressiva sind eine Gruppe zum Teil vollkommen verschiedener Medikamente, die bei einer Depression helfen. Es gibt eine große Anzahl dieser Art von Medikamenten, die vor allem stimmungsaufhellend und antriebsnormalisierend wirken. Antidepressiva sollen das Ungleichgewicht der Überträgerstoffe im Gehirn ausgleichen.Folgende Gruppen von Antidepressiva werden unterschieden: Serotonin - Rückaufnahmehemmer (SRI) (z.B. Citalopram, Clomipramin, Fluoxetin, Fluvoxamin, ...); Noradrenalin – Rückaufnahmehemmer (NRI) (z.B. Desipramin (TRA), Lofepramin, Maprotilin (TEA), Mianserin (TEA), Nortriptylin (TRA), Reboxetin, Viloxazin); Kombinierte Serotonin und Noradrenalin Rückaufnahmehemmer (z.B. Doxepin (TRA), ...); Monoaminooxidasehemmer (MAO – Hemmer) z.B. Tranylcypromin, ...); andere Wirkstoffe. Benzodiazepine: Benzodiazepine sind Beruhigungsmittel und werden bei schweren Depressionen häufig zu Beginn der Akutphase der Behandlung bei starker Unruhe, Angst, Suizidgefahr oder Panikattacken eingesetzt. Die Behandlung sollte nicht zu lange dauern, da die Gefahr von Toleranzentwicklung und Abhängigkeit besteht. Neuroleptika: Neuroleptika wirken gegen psychotische Symptome wie Wahnvorstellungen. Sie werden deshalb vor allem zu Beginn der Akutphase der Behandlung so genannter wahnhafter Depressionen eingesetzt. ... und andere ... Bewegung als Therapie: Regelmäßige Bewegung stellt einen großen Wert für die menschliche Gesundheit dar. So ist sie auch gegen depressive Symptome wirksam, insbesondere als Ausdauersport, wie z.B. Laufen, Nordic Walking, Radfahren oder Schwimmen. Aber auch einfaches Spazierengehen kann schon wirksam sein. Eine sportliche Betätigung sollte aber nicht kurz vor dem Zu-Bett-Gehen erfolgen. Als weitere Möglichkeiten der Therapie bei Depressionen dürfen noch genannt werden: Ergotherapie, Musik- oder Tanztherapie, Maltherapie, Schlafentzugstherapie, Lichttherapie, Elektrokrampfbehandlung.
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