Erfahrungsberichte

Leben mit Depression und Angst Selbsthilfegruppe
© 2017 - Leben mit Depression und Angst - Selbsthilfegruppe bei Depressionen und Angststörungen - Tamsweg/Salzburg/Österreich
Mein Leben macht keinen Sinn mehr. Alles fing vor 4 Jahren an als ich mich immer mehr von allen entfernt habe. Ich war Teil einer Gruppe in der die Leute viele Probleme hatten. Ich habe mich um sie alle gekümmert und durch sie gelernt ich habe sie alle studiert ihr Verhalten und auch die passende Lösung für jegliche Probleme. Seid dem kenne ich andere Menschen besser als mich selbst. Ich habe dadurch viel gelernt doch musste einen hohen Preis dafür zahlen und damit ging es los. Da ich mich nur um die anderen gekümmert habe,habe ich mich selbst total vernachlässigt. Seid dem stelle ich mich in jeder Situation hinten an. All meine Probleme waren mir egal und ich habe mich um nichts gekümmert was ich auch bereue. Dazu kam dass mein Bruder von meinem Vater aus zu mir und meiner Mutter gezogen ist. Mir wurde den ganzen Tag von meinem Bruder immer nur eingeredet dass ich ein fettes Stück scheisse bin. Bis ich schließlich auch selbst daran geglaubt habe und auch nichts mehr dagegen gesagt habe. Wodurch ich auch mein komplettes Selbstvertrauen verloren habe. Mein Bruder hat mich auch immer grundlos geschlagen was auch seine Folgen hat. Ich kann meine Hand nicht mehr heben egal bei wem ich schaffe es nicht. Meine Mutter hat mir permanent eingeredet dass alles scheisse ist und ich alles schuld bin. Da bin ich abgehauen. Ich war 3 Wochen nicht zuhause. Wenn ich nicht bei Freunden war musste ich am Bahnhof schlafen. Das war eine harte Zeit. Ich hatte nichts in den Taschen und war alleine. Irgendwann bemerkte ich dass ich keine Emotionen mehr gespürt habe und wollte mich umbringen. Ich ging zu einem Freund habe Drogen genommen und hab mich auf dem Weg zum nächsten Bahnhof gemacht. Als ich angekommen bin ging ich mitten auf die Schienen und habe mich hingelegt es war mitten in der Nacht und wusste nicht einmal sicher ob überhaupt noch ein Zug kommen würde. Ich wurde von einer Gruppe jugendlichen gesehen und die kamen zu mir auf die Schienen und haben mich zurück auf den Bahnsteig gezerrt. Ich wollte dass das alles ein Ende hat. Ich bereue es bis heute dass ich es nicht gemacht habe. Ich hatte niemanden. Niemand hätte um mich getrauert und alle wären glücklich gewesen. Aber ich beschloss mein Leben zu ändern nach diesem Fehlversuch. Ich zog in eine andere Stadt und hab die Schule gewechselt. Es lief relativ gut. Ich hatte viele Freunde und alle kannten mich im guten Sinne. Doch im Hinterkopf war mir noch bewusst das dieser Wunsch es zu beenden noch vorhanden ist. Doch ich ignorierte es. Ich habe mit niemandem über mich geredet. Ich wusste dass ich noch immer tot war. Egal was war ich habe nichts gespürt das war eine Qual. Dann lernte ich irgendwann ein Mädchen kennen die mich sofort umgehauen hat. Ich wusste nicht wie ich mit den Gefühlen umgehen sollte weil ich dass nicht mehr kannte. Dann war sie irgendwann meine beste Freundin und ich habe jeden Tag was mit ihr gemacht. Dann habe ich ihr meine Gefühle gestanden doch sie fühlte nicht das selbe. Das war kein Weltuntergang ich konnte damit leben bis zu einem Tag. Ich habe den Alkohol entdeckt und war echt begeistert weil ich wenn ich getrunken habe mich glücklich Gefühlt habe. Dann habe ich plötzlich jeden Tag getrunken Nur weil ich dieses Gefühl so vermisst habe. Irgendwann haben dieses Mädchen mein bester Freund und noch ein anderer Freund zusammen getrunken und mein bester Freund hat mit dem Mädchen gefickt während ich im selben Zimmer geschlafen habe und er wusste von meinen Gefühlen. Mein bester Freund hat es mir 2 Tage später gebeichtet. Ich war wieder am Leben jedoch kann ich nicht beschreiben was ich in diesem Moment gefühlt habe. Ich konnte nicht mehr gehen und mir war ganz übel. Ich war echt fertig. Dann sah ich das Mädchen nochmal auf offener Straße und ich war noch nie so wütend ich ging also zu einem abgelegen Ort und hab 2 Stunden am Stück nur geschrieen von wegen "Du Hure!" Und ich wusste nicht mehr was ich machen soll also griff ich wieder zu Drogen um mich zu beruhigen. Ich bin ein Mensch der Stress prinzipiell meidet also hab ich mich mit allen Verträgen und kam auch drüber hinweg. Und auf einer Seite war ich froh wieder was zu fühlen. Und dann hab ich wieder was mit meinen Freunden gemacht und ein guter Freund von mir hat gefallen an einer Freundin von mir gefunden. Ich hab sie dann sozusagen verkuppelt und es lief erst auch ganz gut. Doch dann hat dieser Freund ziemliche scheisse gebaut. Ich habe die "ex"Freundin getröstet mich für sie eingesetzt weil das was er gemacht hat einfach zu weit ging. Ich hab fast jeden Abend mit ihr telefoniert bis sie geschlafen hat. Irgendwann hab ich Gefühle für sie entwickelt und wusste schon dass es kein gutes Ende nehmen wird. Ich hab immer mehr mit ihr gemacht und wir haben den ganzen Tag geschrieben. Nur sie konnte mich glücklich machen. Ihr konnte ich alles anvertrauen. Ich war nicht nur für sie da sondern sie auch für mich. Später hab ich ihr meine Gefühle gestanden aber sie hatte keine Gefühle für mich. Mal wieder. Wir gingen dann etwas auf Abstand aber dass hatte auch irgendwann ein Ende und wir waren immer in Kontakt. Ich wusste sie ist die einzige für mich. Dann haben auch wir mal zusammen getrunken und dann hatten wir sex. Ich hab da mit meiner neuen besten Freundin drüber geredet und die hat es dem Bruder von dem Mädchen erzählt. Das Mädchen hat jetzt den Kontakt zu mir abgebrochen und das macht mich fertig. Ich vermisse sie ich kann seit 4 Tagen nicht schlafen. Ich denk die ganze Zeit nur an sie. Und als sie den Kontakt abgebrochen hat wollte ich es nochmal versuchen wie vor 4 Jahren. Ich war schon auf dem Weg zu dem selben Kumpel wie damals um es nochmal zu versuchen. Und auf der hälfte des Weges musste ich an all die Leute denken die um mich trauern würden alles Leute für die ich mich angestrengt habe dass sie trauern würden. Da wusste ich dass ich es nicht machen kann. Ich habe mir geschworen dass ich es machen werde wenn niemand um mich trauern würde. Egal wann. Und jetzt Sitz ich hier und schreibe nur weil ich mal wieder nicht schlafen kann. Ich habe wieder nichts. Niemandem dem ich alles anvertrauen kann. Ich habe keinen Schulabschluss und weiß nicht was ich mit meinem Leben anfangen soll was mich auch zerstört ich würde es zu gerne wieder versuchen aber ich lebe für die Menschen denen ich wichtig bin. Und Leute die mir wichtig sind wissen das auch zu schätzen. Herr M.
Schöne Advents- zeit