FAQ - Frequently Asked Questions
Bedingt durch die zahlreichen Einflüsse hat man versucht verschiedene Arten von Depressionen zu beschreiben. Übergänge und Überschneidungen sind jedoch häufig, so dass die Behandlungsmöglichkeiten sich weitgehend nur durch verschiedene Schwerpunkte unterscheiden. Man unterscheidet Depressionen unbekannter Ursache (Endogene Depressionen): Hier geht man von der oben beschriebenen Annahme aus, das die vererbte Veranlagung ursächlich ist. Kennzeichnend ist häufig, dass kein äußerer bzw. ausreichender auslösender Grund vorhanden ist. Die Krankheit ist oft, sowohl für den Kranken als auch für seine Angehörigen und Freunde, unerklärlich. Sie kann in vielen Fällen nicht als eindeutige Reaktion auf eine erkennbare Krise interpretiert werden. Depressionen bei einem belastendem Anlass (Reaktive Depressionen): Eine aktuelle stark belastende Situation (z. B. Tod des Ehepartners, Verlust des Arbeitsplatzes etc.) führt zu einer tiefen Krise, aus der Betroffene über einen langen Zeitraum (mind. sechs Monate) nicht mehr alleine herausfindet. Depressionen bei einem ausgeprägten inneren Konflikt (Neurotische Depressionen): Ein meist geringer Anlass führt zu einem ausgeprägten inneren Konflikt, der zu den beschriebenen Beschwerden führen kann. Dieser innere Konflikt ist häufig nicht oder nur teilweise bewusst. Meist lässt sich dieser jedoch aus der Lebens- und Lerngeschichte erklären. Eine Ausnahme bilden Depressionen mit bekannter körperlicher Ursache (Organische Depression): Zahlreiche körperliche Erkrankungen (z. B. niedriger Blutzucker, Mangel an Vitamin B12, Demenz, hormonelle Störungen, Schilddrüsenunterfunktion, Gehirntumoren usw.) können Depressionen verursachen. Bei der Behandlung dieser Depressionen steht die Behandlung der erkannten körperlichen Erkrankung im Vordergrund. Alle anderen Behandlungsmaßnahmen können hier nur unterstützend notwendig sein, sind meist jedoch entbehrlich. Man unterscheidet also 3 Formen: "monopolare Depression", "bipolare affektive Erkrankung" und die "dysthyme Störung". Die monopolare Depression kann einmalig im Leben auftreten - aber auch wiederkommen. Bei dieser Form der Gemütskrankheit treten auch bei Wiederholung immer nur Depressionen auf. Bei der bipolaren affektiven Erkrankung treten neben Depression auch so genannte "Manien" auf. Bei einer Manie fühlt man sich in diesem Zustand übermäßig gut, sprüht vor Energie, beginnt tausend Sachen gleichzeitig, redet viel, gibt unmäßig viel Geld aus. Manche Menschen neigen zu riskantem Verhalten, bringen sich und andere in gefährliche Situationen. Während der Depressive nicht schlafen kann, braucht der Mensch mit einer Manie fast keinen Schlaf. Eine weitere Form der affektiven Erkrankung ist die Dysthymie oder Verstimmtheit. Die Symptome gleichen denen der Depression, sind jedoch milder ausgeprägt und dauern länger an. Menschen mit einer Dysthymie fühlen sich nicht gut, sie haben keine Energie und haben fast nie das Gefühl, bei vollen Kräften zu sein. 5. Wie wird eine Depression behandelt? Depressionen heilen in der Regel auch ohne eine Behandlung, wobei ohne Behandlung das Ausmaß und die Dauer der Depression deutlich erhöht sind.
Häufig gestellte Fragen
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