FAQ - Frequently Asked Questions
Häufig gestellte Fragen
Logo Leben mit Depression und Angst
Auch ist die Gefahr der Entstehung von Folgeschäden z. B. einer chronischen Depression erhöht. Besonders ist zu berücksichtigen, dass Depressionen mit einer Dauer von vielen Jahren beschrieben worden sind und auch die Zahl der Selbsttötungen deutlich erhöht ist. Eine Depression lässt sich meist mit einer Kombination aus Medikamenten und Psychotherapie erfolgreich behandeln. Die Dauer und das Ausmaß der Erkrankung lassen sich deutlich verringern. Bei leichten Depressionen genügt teilweise eine ambulante Gesprächstherapie oder eine andere Form der Psychotherapie. Ob zusätzlich antidepressiv wirkende Medikamente zum Einsatz kommen sollen, muss individuell entschieden werden. Bei schweren Fällen, insbesondere, wenn der Kranke Suizidgefährdet ist, wird eine stationäre Behandlung notwendig. Die Behandlung erfolgt meist mit Medikamenten und psychotherapeutischen Maßnahmen. Bei einzelnen Fällen kann es notwendig sein, durch eine vorbeugende medikamentöse Behandlung depressive Rückfälle zu verhindern.  Weitere bzw. ergänzende Möglichkeiten sind: Soziotherapie, Lichttherapie (bei der saisonalen Depression im Winter) und die so genannte Schlafentzugsbehandlung. Für den Erkrankten ist bei der Behandlung vor allem eins wichtig: Eine Depression kann vom Arzt vielfach mit großem Erfolg behandelt werden. Dabei kommen im Wesentlichen zwei Behandlungsformen zum Einsatz: Die Therapie mit Arzneimitteln und die Psychotherapie. Bei leichten Formen der Depression ist nach dem heutigen Wissensstand von einer Gleichwertigkeit einer Behandlung mit Medikamenten und bestimmten Formen der Psychotherapie auszugehen. Handelt es sich um eine schwere Form der Depression, so ist zunächst eine Therapie mit Arzneimitteln zu wählen, da sie den größten Erfolg vorweisen kann. Schlägt diese Therapie nicht gleich an, so ist durch einen Arzt oder einen Psychologen eine begleitende Psychotherapie durchzuführen. Es ist auch möglich, beide Therapieformen zu kombinieren. Der behandelnde Arzt wird die Behandlung einer Depression immer auf den einzelnen Patienten individuell abstimmen. Von besonderer Bedeutung für die Behandlung eines depressiven Menschen ist dabei das Gespräch. Der Erkrankte muss die Möglichkeit haben, über sein Leiden und seine Sorgen sprechen zu können. Diese Möglichkeit wird ihm der Arzt oder der Psychologe neben der Psychopharmako- und der Psychotherapie bieten. Es gibt schließlich auch depressive Erkrankungen, die nicht behandelbar sind, diese werden fachsprachig therapieresistente Depression genannt. Therapie mit Arzneimitteln/Psychopharmakotherapie Medikamente, die eine psychische - zum Beispiel stimmungsaufhellende oder beruhigende - Wirkung entfalten, nennt man Psychopharmaka. Im Fall einer Depression werden vom Arzt Medikamente verschrieben, die sich Antidepressiva nennen. Diese Medikamente wirken auf den Stoffwechsel im Zentralen Nervensystem, dem Gehirn. Sie sind in der Lage, die Menge der Botenstoffe zu normalisieren und ermöglichen so die Genesung des Erkrankten bzw. schaffen die Voraussetzung für eine Psychotherapie. Die Botenstoffe, die dabei reguliert werden, heißen Serotonin und Noradrenalin. Antidepressiva sind keine Stimmungsaufheller oder Aufputschmittel, mit deren Hilfe man vorhandene Probleme überdecken kann. Bei einem gesunden Menschen entfalten sie keine Wirkung. Sie normalisieren lediglich den aus der Balance geratenen Stoffwechsel im Gehirn. Auch ist es wichtig zu wissen, dass bei den Antidepressiva kein Abhängigkeitsrisiko besteht. Eine andere Medikamentengruppe sind die Benzodiazepine. Diese Medikamente werden manchmal begleitend für einige Tage bis Wochen eingesetzt, um die Angst zu lindern, die oft begleitend zur Depression auftritt. Sie lindern somit die akuten Beschwerden, haben aber keine dauerhafte antidepressive Wirkung. Da bei ihnen die Gefahr der Abhängigkeit besteht, dürfen sie nicht länger als vier Wochen eingesetzt werden.
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