FAQ - Frequently Asked Questions
Verzögerte Wirkung (Wirklatenz) Wichtig ist weiterhin, dass Antidepressiva ihre antidepressive Wirkung nicht sofort entfalten; im Allgemeinen dauert es zwei bis drei Wochen, bis sich die Wirkung zeigt. Wer Antidepressiva nimmt, muss über diese so genannte Wirklatenz Bescheid wissen, damit er über die fehlende Wirkung in der ersten Zeit nicht enttäuscht ist. Dementsprechend ist es auch wichtig, das Medikament nicht schon nach einigen Tagen abzusetzen, weil es noch nicht die gewünschte Wirkung entfaltet. Nach Ablauf des angesprochenen Zeitraums von zwei bis drei Wochen sollte sich jedoch eine aufhellende Wirkung einstellen. Geschieht dies nicht, so sollte der behandelnde Arzt darüber informiert werden. Nebenwirkungen Antidepressiva können wie alle Arzneimittel auch unerwünschte Effekte besitzen. Diese so genannten Nebenwirkungen treten oft zu Beginn der Behandlung auf und verringern sich im Verlaufe der Therapie oder verschwinden ganz. Sie lassen sich nicht allgemein vorhersagen, sondern treten in unterschiedlichen Formen auf. Manche Patienten klagen anfangs über Übelkeit oder Erbrechen, bei anderen kommt es zu Gewichtszunahme oder zu Verstopfung. Wichtig ist dabei, dass der Patient das Medikament nicht eigenmächtig absetzt oder niedriger dosiert. Informieren Sie Ihren behandelnden Arzt über diese Nebenwirkungen. Wenn Nebenwirkungen nicht von selbst aufhören, besteht die Möglichkeit, diese über eine Veränderung der Dosis des Medikamentes zu reduzieren. Ebenso kann der Arzt unter Umständen ein anderes Präparat verordnen, das bei der gleichen Wirksamkeit gegen die Depression nicht diese oder eine schwächere Form dieser Nebenwirkungen hat. Nebenwirkungen sind kein unabwendbares Los, das einfach hingenommen werden muss. Dauer der Behandlung Auch wenn ein Antidepressivum seine Wirkung entfaltet hat, ist es unerlässlich, dass der Erkrankte dieses Medikament weiterhin regelmäßig und in der verordneten Dosis einnimmt. Die regelmäßige Einnahme der Arznei stellt eine Grundvoraussetzung für die Genesung von der Depression dar. Auch nach der Besserung der Beschwerden ist eine so genannte Erhaltungstherapie notwendig, um einen Rückfall zu verhindern. Hierbei ist es normalerweise notwendig, dass über einen Zeitraum von sechs Monaten regelmäßig ein Antidepressivum eingenommen wird. Diese Erhaltungstherapie wird auch dann empfohlen, wenn es sich um das erste Auftreten einer Depression bei dem Betroffenen handelt. Kommt es immer wieder zu depressiven oder manisch-depressiven Phasen, so ist eine dauerhafte Behandlung mit einem Antidepressivum oder mit einem Lithiumpräparat notwendig. Der Fachausdruck hierfür lautet Phasenprophylaxe. Psychotherapie Psychotherapie bedeutet Heilbehandlung der Seele. Heute versteht man darunter die Behandlung seelischer Erkrankungen durch Gespräche und Übungen mit dem Psychotherapeuten. Eine psychotherapeutische Behandlung dient im Fall der Depression dazu, die Gründe der Erkrankung, die nicht-körperlicher Natur sind, zu ermitteln und zu behandeln. Vereinfacht lässt sich die Psychotherapie in zwei Richtungen trennen: Verhaltenstherapeutische Ansätze und tiefenpsychologische Ansätze.
Häufig gestellte Fragen
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