FAQ - Frequently Asked Questions
Verlauf und Ausgang der Erkrankung; Sorge um den Arbeitsplatz; Auswirkungen auf die Familie; Frustrationsgefühle aufgrund körperlicher und seelischer Einschränkungen. Es ist nicht unüblich, dass sich dieser Sorgen als Ärger, Frustration und/oder Traurigkeit ausdrücken. Es ist wichtig, zu wissen, dass eine Depression behandelbar ist und eine gute Prognose (vorhergesagter Krankheitsverlauf) hat. Wie auch immer Sie reagieren, denken Sie daran, dass sie nicht alleine sind und dass eine Depression ein häufiges und sehr gut behandelbares Ereignis darstellt. 25. Wie häufig tritt eine Depression auf? Die Angaben zum Erkrankungsrisiko sind sehr unterschiedlich und sind abhängig von verschiedenen Definitionsansätzen und Typen von Depressionen. Die Angaben schwanken zwischen 4 und 48 Prozent. Zurzeit geht man davon aus, dass ca. fünf Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens von dieser Krankheit betroffen sind. Gesichert ist eine Geschlechterverteilung mit einem Verhältnis von Frauen zu Männern mit sieben zu drei. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer. Am häufigsten erkrankt man zwischen dem 30. bis 40. Lebensjahr. Eine Erkrankung ist jedoch in jedem Lebensalter möglich. 26. Wie verläuft eine Depression? Wie ist die Prognose? In der Regel ist die Prognose der depressiven Erkrankung günstig. Die meisten Depressionen sind heilbar. Meist entstehen keine Folgeschäden. Die Mehrzahl der Patienten erlebt im Laufe ihres Lebens nur eine oder sehr wenige depressive Episoden. Hatte man bereits einmal eine Depression, so ist das Risiko für das Wiederauftreten dieser Krankheit im Laufe des Lebens erhöht. Hierdurch wird die Behandlungsmöglichkeit jedoch meist nicht beeinflusst. Die Dauer der einzelnen depressiven Phase kann zwischen wenigen Wochen bis mehreren Jahren schwanken. Durch eine medikamentöse Behandlung kann diese Zeit jedoch deutlich verkürzt werden. Leider ist die Zahl der Selbsttötungen (sieben bis zehn Prozent, 30- bis 50-mal höher als in der Normalbevölkerung) deutlich erhöht, so dass es besonders wichtig ist, das der Betroffene sich frühzeitig in Behandlung begibt. Man unterscheidet einfacher Verlauf: Der Betroffene erkrankt einmalig in seinem Leben. rezidivierender Verlauf: Der Betroffene erkrankt wiederholt an Depressionen. Die Behandlungsmöglichkeiten werden hierdurch jedoch meist nicht beeinflusst. Auch können die Abstände des Wiederauftretens der Erkrankung zwischen wenigen Monaten und Jahrzehnten schwanken. chronischer Verlauf: Die Depression geht in seltenen Fällen in einen Dauerzustand über. Eine weitere Verlaufsform, die Manisch-depressive Erkrankung, ist durch das auftreten von Phasen der Depression und manische Phasen gekennzeichnet. Manische Phasen sind der Depression entgegengesetzte Phasen der ausgeprägt gehobenen Stimmung, teilweise mit Größenwahn, Verschwendungssucht usw.
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