FAQ - Frequently Asked Questions

Leben mit Depression und Angst Selbsthilfegruppe
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10. Machen Antidepressiva abhängig? Nein! Antidepressiva machen nicht abhängig, auch nicht nach jahrelanger Einnahme. Deshalb können Sie aktiv bei Ihrer Behandlung mithelfen und einer Wiedererkrankung vorbeugen, indem Sie das Medikament so lange einnehmen, wie es Ihr Arzt für richtig hält. 11. Wie verhalte ich mich beim Auftreten von Nebenwirkungen? Sollten Sie einmal das Gefühl bekommen, dass das Medikament gegen Ihre Depression Nebenwirkungen bei Ihnen verursacht, brechen Sie Ihre Behandlung nicht selbstständig ab. Vertrauen Sie Ihrem Arzt, er kann erklären, warum es sich so verhält bzw. welches weitere Vorgehen am sinnvollsten ist. 12. Welche Bedeutung hat die Psychotherapie? Im Vordergrund der Behandlung von Depressionen unbekannter Ursache (Endogene Depressionen) steht die medikamentöse Behandlung. Eine psychotherapeutische Behandlung erfolgt hier unterstützend. Bei Depressionen bei einem belastenden Anlass (Reaktive Depressionen) und Depressionen bei einem ausgeprägten inneren Konflikt (Neurotische Depressionen) steht eine psychotherapeutische Behandlung im Vordergrund. Im Rahmen der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie liegt der Schwerpunkt in der Bearbeitung der Lebensgeschichte des Betroffenen und deren Auswirkungen. In der Verhaltenstherapie wird versucht, neue Gedankeninhalte und Verhaltensweisen zu erlernen. 13. Welche weiteren Therapiemöglichkeiten gibt es? Durch Sporttherapie, Arbeitstherapie und Beschäftigungstherapie soll bei leichten Depressionen, oder im Rahmen der Gesundung nach schwerer Depression, die langsame Wiedereingliederung in das alltägliche Leben ermöglicht werden. 14. Wann ist eine stationäre Behandlung erforderlich? Weitaus die meisten Patienten mit Depressionen können ambulant oder in einer Tagesklinik behandelt werden. Manchmal jedoch kann eine stationäre Aufnahme in einer psychiatrischen Klinik notwendig werden. Eine stationäre Aufnahme kann zum Beispiel erforderlich sein, wenn in einer depressiven Episode die Symptomatik ausgesprochen schwer verläuft und von starkem Gewichtsverlust oder schwerer Unruhe begleitet wird, die Gefahr von Selbst- oder Fremdgefährdung besteht, der Patient sich nicht mehr selbst versorgen kann oder er auf Grund der depressiven Eingeengtheit den Anweisungen des Arztes nicht mehr Folge leisten kann oder wenn er das Gefühl hat, keine Gefühle mehr zu haben, wenn sich ein depressiver Wahn einstellt, zum Beispiel, dass er sich an allen möglichen Ereignissen schuldig fühlt oder er sich völlig wertlos und als Belastung für seine Familie und Umwelt erscheint. Weiterhin sollte ein Patient am besten stationär untergebracht werden, wenn er keine Angehörigen hat, die sich ausreichend um ihn kümmern können oder wenn er selbstschädigendes Verhalten an den Tag legt, wie übermäßigen Alkoholgenuss oder die Einnahme von Drogen. Während des stationären Aufenthaltes besteht die Möglichkeit der ausführlichen Diagnostik und des Entzugs von Drogen oder Beruhigungsmitteln. Weiterhin kann der Patient in einer Klinik beschützt und angemessen versorgt werden. 15. Kann man vorbeugen? Eine Vorbeugung gegen Depressionen gibt es nicht. Ist jedoch eine depressive Erkrankung in der Vorgeschichte bekannt, so sind ein regelmäßiger Kontakt zum behandelnden Arzt und die Wahrnehmung von Beschwerden die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen. Wenn eine Depression frühzeitig erkannt und Hilfe angenommen wird, kann die Dauer und das Ausmaß der Erkrankung deutlich verringert werden. Im Falle eines rezidivierenden Verlaufs kann nach Absprache mit dem Arzt/Ärztin, im Idealfall ein neurologischer oder psychiatrischer Facharzt, entschieden werden, ob eine vorbeugende Medikation erfolgen sollte. Hier besteht die Möglichkeit, eine Dauermedikation mit Antidepressiva oder eine Medikation mit Lithium durchzuführen, wodurch das Auftreten, die Dauer und das Ausmaß der Depression reduziert werden können. 16. Was können Sie daneben nun für sich selber tun? Um Hilfe bitten, wenn Beschwerden auftreten Die Krankheit erkennen und verstehen Bei Suizidgedanken sofort einen Arzt aufsuchen Nach einer Depression Kontakt zum behandelnden Arzt halten Medikamente regelmäßig einnehmen
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