FAQ - Frequently Asked Questions

Leben mit Depression und Angst Selbsthilfegruppe
© 2017 - Leben mit Depression und Angst - Selbsthilfegruppe bei Depressionen und Angststörungen - Tamsweg/Salzburg/Österreich
Nehmen Sie Ihre Krankheit an - genauso wie eine Grippe oder ein gebrochenes Bein. Fordern Sie sich - aber überfordern Sie sich nicht. Nehmen Sie sich auf keinen Fall zu viel auf einmal vor. Und denken Sie immer daran, dass eine Depression eine ernste, aber behandelbare Krankheit ist. Suchen Sie das Gespräch mit Vertrauenspersonen und "weinen Sie sich aus". Es hat wenig Sinn, sich einzuigeln und alle Kontakte abzubrechen. Versuchen Sie, aktiv zu sein. Machen Sie Spaziergänge und betätigen Sie sich körperlich. Versuchen Sie zu malen, zu lesen oder Musik zu hören oder Ihrem Hobby nachzugehen. Natürlich wissen wir, dass dies unendlich schwer sein kann. Falls es jedoch geht, dann sollten Sie es machen. Ernähren Sie sich so bewusst und so wie möglich, denn Menschen mit einer Depression können zu Appetitlosigkeit mit Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen neigen. Essen Sie frisches Obst und Gemüse. Fische wie Makrelen, Heringe oder Seelachs sollten Sie vielleicht zwei bis drei Mal in der Woche essen. Meiden Sie größeren Alkoholkonsum - auch wenn Ihnen Alkohol vorübergehend Erleichterung verschafft. Bedenken Sie, dass es nachher umso schlimmer sein kann, von den langfristigen Gefahren übermäßigen Alkoholgenusses ganz zu schweigen. Das Gleiche gilt natürlich auch für das Rauchen. 17. Wer ist anfällig für Depressionen? Depression ist eine der häufigen psychischen Störungen. Innerhalb eines halben Jahres erkranken etwa 6% der Erwachsenen an einer Depression. Frauen werden häufiger behandelt als Männer. Eine Depression kann in jedem Lebensalter auftreten, zumeist jedoch sind Personen mit Ende 20 und Anfang 30 betroffen. Andererseits sind Depressionen bei sehr alten Menschen häufig Das Risiko für eine Depression unterscheidet sich deutlich in verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Die Kinder, Geschwister und Eltern eines an einer Depression erkrankten Menschen haben ein dreifach höheres Risiko eine Depression zu bekommen als die Mitglieder einer Familie, in der keine Depression beobachtet wurde. Ein erhöhtes Risiko besteht ebenfalls bei Menschen mit einer schweren körperlichen Krankheit, oder mit Drogen- oder Alkoholmissbrauch. 18. Wen kann eine Depression treffen? Jeden! Die Depression ist eine häufige Krankheit. Sie trifft Menschen jeden Alters, jeder Gesellschaftsschicht, jeder Kultur und jeder Nationalität. 19. Was sind die Gefahren einer nicht behandelten Depression? Wie bereits gesagt: Depression ist eine Krankheit, die in der Regel zwar ohne Schaden zu hinterlassen wieder von selbst weggeht - deren Verlauf man jedoch durch richtige Behandlung wesentlich verkürzen kann. Eine Depression kann jedoch auch sehr unangenehme Folgen haben. Für den Lebenspartner oder die Familie kann es schwierig sein, mit einem Menschen umzugehen, der zu nichts mehr Lust hat und dem alles zu viel ist. Diese Probleme treten vor allem dann auf, wenn die Angehörigen nicht wissen, dass eine Krankheit vorliegt. Sie meinen dann vielleicht eher, dass sie selbst irgendetwas falsch gemacht haben. So kann es zu Partnerschaftskonflikten kommen, die in der gut gemeinten aber falschen Aufforderung enden: "Reiß dich doch endlich zusammen!" Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Angehörigen vom Arzt über das Wesen der Krankheit aufgeklärt werden. Ein Depressiver kann wegen Konzentrationsschwierigkeiten seine Arbeit nicht mehr so gut verrichten, wie dies vor der Depression der Fall war. Dies kann zu Problemen am Arbeitsplatz führen. Richtig gefährlich wird jedoch eine Depression, wenn Suizidgedanken auftreten. Der Kranke hat das Gefühl, zu nichts mehr zu taugen, überflüssig zu sein und seiner Umgebung zur Last zu fallen. Falls solche Gedanken auftreten, muss unverzüglich ein Arzt oder eine psychiatrische Ambulanz aufgesucht werden.
Schöne Advents- zeit