Fokus

Fokus-Thema 2: Selbsthilfegruppen -

Funktion und Nutzen der Hilfe zur Selbsthilfe

SHG befriedigen das Informationsbedürfnis und die sozial-emotionalen Bedürfnisse von Menschen nach einem belastenden (unvorhergesehenen) kritischen Lebensereignis. Selbsthilfegruppenteilnehmer erleben die Tatsache, dass sie mehr über ihre Krankheit und ihre Behandlungsmöglichkeiten Bescheid wissen, als die stärkste Veränderung. Fast gleich wichtig ist es ihnen aber, sich weniger isoliert und mit ihrer Krankheit besser verstanden zu fühlen. Kaum weniger wichtig ist die Stärkung des Selbstbewusstseins, allgemein und im Auftreten gegenüber Ärzten. Dem Freizeitverlust durch die Teilnahme an Gruppenaktivitäten messen die Teilnehmer einen geringen Stellenwert bei. Er wird durch den subjektiven Gewinn an Wohlbefinden, Bewältigungskompetenz, Information, Selbstbewusstsein und Verstandenwerden durch andere reichlich kompensiert. Langjährige Teilnehmer an SHG nehmen an sich stärkere Veränderungen wahr: sie önnen mit ihrer Krankheit besser umgehen, wissen besser über ihre Krankheit und deren Behandlungsmöglichkeiten Bescheid, haben weniger Angst vor der Krankheit und erleben sich allgemein und gegenüber Ärzten selbstbewußter. Die Veränderungen sind auch umso stärker, je regelmäßiger, “disziplinierter” sowie die Gruppentreffen besuchen, je rascher nach der Diagnose die Teilnahme beginnt und je größer die Aufnahmebereitschaft der Gruppe ist. Der kosequente Besuch der Gruppentreffen und der frühe Zeitpunkt des Einstiegs in die SHG hängen stark mit größerer Informiertheit zusammen, vermitteln mehr Kompetenz im Umgang mit der Krankheit und ihren Behandlungsmöglichkeiten und fördern die Freude und den Lebensmut. Je wichtiger die SHG genommen wird, desto stärker werden auch die durch sie bewirkten Veränderungen erlebt: man kann mit der Krankheit und ihren Folgen besser umgehen, man hat mehr Freude und Lebensmut gewonnen, man ist selbstbewußter geworden, man fühlt sich besser verstanden und weniger isoliert. Jene Teilnehmer, die ihre SHG wichtig nehmen, erleben einen unschätzbaren Zugewinn an Kompetenz, Lebensmut und Wohlbefinden. Quelle: Studie des Fonds Gesundes Österreich, fgoe.org

Fokus-Thema 1: Psychologe, Psychiater, Psychotherapeut -

Wer macht was?

Hier möchten wir die 3 unterschiedlichen Begriffe aus dem weitläufigen Themenkreis beleuchten und etwas Licht ins Dunkel des Begriff- Dschungels bringen. Psychologe: Der Psychologe ist in Österreich ein geschützter Titel, der mit Abschluss des Studiums der Psychologie erreicht wird. Psychologische Tätigkeiten dürfen nur von Psychologen ausgeführt werden, sonst drohen rechtliche Konsequenzen. Psychologen haben verschiedene Schwerpunkte und Zusatzqualifikationen sowie regelmäßige Fortbildungen zwecks Qualitätskontrolle. Psychologische Beratung und Behandlung, präventiv oder bei klinischen Störungen, gibt es in unterschiedlichen Settings: Klinische Psychologie: Das Tätigkeitsfeld sind psychische Störungen und Belastungen (Depression, Burnout, Persönlichkeitsstörung, etc.). Psychologische Behandlung im Vordergrund, meist im klinischen Setting (z.B. Krankenhäuser, Institute oder Praxis).
Themenübergreifendes
Logo Leben mit Depression und Angst mehr Infos