Thema: Schlaf und Erholung

Leben mit Depression und Angst Selbsthilfegruppe
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4. Soll ich möglichst lange im Bett bleiben, um evtl. doch noch zu schlafen? Auch hier ein Nein. Die Verlängerung der Bettzeiten erhöht eher nur die Wahrscheinlichkeit nicht zu schlafen. Verkürzen Sie Ihre Bettzeit auf jene Zeit, die Sie wirklich schlafen. Hier könnte ein Schlaftagebuch nützlich sein, wo Sie eintragen, wann Sie ins Bett gegangen sind, wann Sie aufgestanden sind und wie viel Sie von der Zeit im Bett in etwa wirklich geschlafen haben. 5. Soll man einen Mittagsschlaf halten? Einen getätigten Mittagsschlaf sollen Sie zum Nachtschlaf hinzu zählen. D.h. wenn Sie normalerweise 8 Stunden schlafen, zu Mittag aber schon 1 Stunde geschlafen haben, benötigen Sie in der Nacht nur mehr 7 Stunden Schlaf. Wenn Sie regelmäßigen Mittagsschlaf machen, machen Sie ihn möglichst immer zur selben Zeit und nicht länger als 30 bis 40 Minuten. 6. Was soll ich tun, wenn ich nicht schlafen kann? Wenn Sie nicht schlafen können, stehen Sie wieder auf und gehen Sie in ein anderes Zimmer um etwas angenehmes zu machen (Bsp. Musik hören). Gehen Sie erst dann wieder ins Bett, wenn Sie müde sind. Das Ziel soll sein, dass Ihr Unterbewusstsein lernt „Bett“ nur mit „Schlafen“ zu verbinden (nicht mit Fernsehen, Lesen, quälendem Wachliegen, etc.) Gehirn: Bett = Schlafen - Stuhl = Lesen - ... Erholung Erholung ist wesentlich für Körper, Geist und Seele. Jeder hat eigene Kraftreserven und Erholungsstrategien die guttun. Finden Sie heraus, wie sie am besten Erholung in Ihr tägliches Leben einbauen. Ob ein Nickerchen zwischendurch, die morgendliche Joggingrunde oder einfach nur die Seele baumeln lassen - es gibt genug Möglichkeiten Kraft zu tanken. Erholung im Alltag – Tipps für das tägliche Kraft tanken: Möglichst nicht nach Feierabend oder an den freien Tagen arbeiten. Bauen Sie „Pufferzonen“ in Ihrem Kalender ein, und vereinbaren Sie einen Termin mit sich selbst – eine Zeit, die nur Ihnen gehört. Achten Sie auf regelmäßige Arbeitspausen. Sorgen Sie für erholsamen und regelmäßigen Schlaf. Soweit es möglich ist, bestimmen Sie selbst, wie Sie Ihre Freizeit verbringen möchten. Erholung lässt sich nicht beliebig lange hinausschieben, ohne dass Folgen wie etwa Müdigkeit oder Erschöpfung auftreten. Sich zu erholen sollte täglich Platz im Tagesablauf haben. Erholung am Wochenende – Tipps für entspannte freie Tage: Verplanen Sie nicht die ganze Zeit am Wochenende oder an Ihren arbeitsfreien Tagen – lassen Sie Raum für Spontanität oder einfach für Nichtstun. Genießen Sie die freie Zeit zum Beispiel im Freundeskreis, mit der Familie oder einfach ganz mit Ihnen alleine. Entdecken Sie immer wieder einmal etwas Neues, z.B. bei einem Ausflug, beim Erlernen eines neuen oder Wiederentdecken eines alten Hobbys. Vielleicht geht sich sogar auch einmal ein kleiner Kurzurlaub am Wochenende aus. Ein Ortswechsel tut manchmal gut. Erholung im Urlaub – Tipps, damit der Urlaub nicht zur Stressfalle wird: Nehmen Sie keine Arbeit in den Urlaub mit. Versuchen Sie wirklich Abstand zur Arbeit zu gewinnen. Füllen Sie Ihren Urlaub mit Erholung und Aktivitäten, bei denen Sie gut von der Arbeit abschalten können. Vermeiden Sie – wenn möglich – durch Arbeitsplanung oder Absprache mit Kolleginnen/Kollegen einen „Arbeitsberg“ nach Ihrer Rückkehr vom Urlaub. Erwarten Sie nicht die totale Harmonie im Urlaub – nobody is perfect. Seien Sie offen für Neues, z.B. ein Hobby. Lassen Sie sich den Urlaub nicht durch Kleinigkeiten verderben (wie kleine Pannen oder Ärgernisse mit dem Reiseveranstalter). Gestalten Sie die Urlaubszeit so angenehm wie möglich, damit Sie danach wieder zufrieden zur Arbeit gehen können. Entspannung Ziel aller Entspannungsverfahren ist die Entspannungsreaktion, die sich auf neuronaler Ebene in einer Aktivierung des Parasympathikus und einer Schwächung des Sympathikus äußert.
Schöne Advents- zeit