Thema: Schlaf und Erholung

Leben mit Depression und Angst Selbsthilfegruppe
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Schlafstörungen - Gerade bei Depressionen und Angststörungen sind Schlafstörungen ein häufig auftretendes

Problem. An Schlafstörungen leiden viele, nur die wenigsten wissen, was das eigentlich ist.

Arten von Schlafstörungen Insomnie: Zu wenig Schlaf, Klage über Ein- und Durchschlafstörungen, frühmorgendliches Erwachen, unerholsamer Schlaf, tagsüber müde, gereizt, Konzentrationsschwierigkeiten Hypersomnie: Zuviel Schlaf, keine Probleme mit dem Nachtschlaf, jedoch nie ausgeschlafen, tagsüber permanent müde, Einnicken bei der Arbeit oder anderen Tätigkeiten Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen: Störungen der Schlafqualität bei Schichtarbeitern und als Folge von Zeitzonenflügen (Jet Lag), Schwierigkeiten im Rhythmus mit der Umgebung zu bleiben Parasomnie: Schlafwandeln, nächtliches Hochschrecken, Alpträume Die Schlafphasen Der gesunde, ungestörte Schlaf unterteilt sich in folgende Phasen: - Schlafphase I - IV - REM-Phase (Traumschlaf) (REM = Rapid Eye Movement = Schnelle Augenbewegungen) Zu Beginn der Nacht werden die Schlafstadien I bis IV wie auf einer absteigenden Treppe durchlaufen, nach etwa 60 bis 90 Minuten wird der Schlaf wieder weniger tief und die erste REM-Phase (Traumschlaf) tritt ein. Die Gründe für Schlafstörungen Gründe für Schlafstörungen können sowohl organische Erkrankungen, hormonelle Erkrankungen, wie z.B. Schilddrüsenfunktionsstörungen aber ganz besonders auch seelische Störungen sein. Die häufigsten Schlafstörungen beruhen aber nicht auf organischen oder psychischen Erkrankungen sondern sind Folge von Schlafstörenden Gedanken (wie Grübeln, negative Gedanken, Nachdenken über Schlaflosigkeit und deren mögliche neg. Konsequenzen) Nachteiligen Schlafgewohnheiten (lange Bettzeiten, langes Wachliegen im Bett, Tagschlaf, unregelmäßiges Schlafen) Folgende Faktoren können eine Schlafstörung aufrecht erhalten: Körperliche Anspannung, ungünstige Schlafgewohnheiten, schlafbehindernde Gedanken/Grübeln Folgende Faktoren können eine Schlafstörung beheben: Muskelentspannung, „Ruhebild“ / „Innerer schöner/sicherer Ort“, Regeln für gesunden Schlaf Einige Tipps für gesunden Schlaf: Keine koffeinhaltigen Getränke am Nachmittag (Kaffee, Schwarztee, Cola), Alkohol vermeiden, keine schweren Mahlzeiten am Abend, regelmäßige körperliche Aktivitäten (nicht kurz vor dem Zubettgehen), Einschlafritual (Bsp. ruhige Musik hören, Entspannung durchführen, leichtes Buch lesen - aber nicht im Bett, kein Krimi etc.) angenehme Atmosphäre im Schlafzimmer (Bsp.: Zi.Temp. zw. 16 und 18 °C, Uhrzeit vom Bett aus nicht sichtbar, …) FAQs (Häufig gestellte Fragen) zum Schlaf 1. Wieviel Stunden Schlaf braucht der Mensch? Die nötige Schlafdauer ist von Mensch zu Mensch so individuell, wie es die Menschen selbst sind. Regeln wie „8 Stunden Schlaf braucht der Mensch“ sind deshalb nicht auf jeden anwendbar. 2. Ist der Schlaf vor Mitternacht der gesündeste? Auch diese alte Regel stimmt so nicht! Gehen Sie nur zu Bett, wenn Sie auch wirklich müde sind. 3. Soll ich morgens oder tagsüber den Schlaf nachholen, der mir in der Nacht gefehlt hat? Nein. Diese Strategie ist eher ungünstig. Stehen Sie jeden Morgen zur gleichen Zeit auf, unabhängig davon, wie viel Stunden Sie in der Nacht geschlafen haben. So kann Ihr Körper wieder einen konstanten Schlafrhythmus entwickeln. Wenn Sie eine Nacht wenig geschlafen haben, aber trotzdem früh aufstehen, erhöht sich der „Schlafdruck“ für die nächste Nacht.
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